In der Credit-Liste von Spielfilm-Colorist Sebastian Göhs sind bereits einige prominente Highlights zu finden. Angefangen mit dem Oscar-prämierten „Waltz with Bashir“ bis hin zum kürzlich Oscar-nominierten Drama „In Darkness“ von Regisseurin Agnieszka Holland. Neben einem guten Ohr (beziehungsweise Auge) für die kinematographische Vision von Kameramann und Regie, sind heute allerdings auch die Tools entscheidend. Göhs von der CinePostproduction, Berlin hat sich dabei für Autodesks Lustre entschieden, um etwa bei einem anspruchsvollen Projekt wie „In Darkness“ pointiert digital Licht ins Dunkel zu bringen. Dazu erweitert er aber auch seine Möglichkeiten der Workflowers-Plug-ins. aniSecond traf den sympathischen Berliner bei „Meet the Experts“ bei Dreamwalks in München und sprach mit ihm kurz über aktuelle Workflows und Grading-Tools.
Das Visual-Effects-Studio PIXOMONDO hat seine IT-Infrastruktur mit den neuesten IT-Lösungen von Dell erweitert, um die visuellen Effekte für die US-Fantasy-Serie „Game of Thrones“ produzieren zu können. Mit Dells PowerEdge-Servern profitiert PIXOMONDO nicht nur bei der Performance, sondern spart auch noch Energiekosten.
Regisseur Yves Geleyn von Hornet kombiniert bei „Colosse - A Wood Tale, Full-Length“ seine Liebe zum Puppenspiel aus der Kindheit mit seinem Faible zu alles, was mit Robotern zu tun. Tolle Kombination aus DIY-Props und CG-Elementen.
Wieder mal etwas Innovatives von den Kollegen aus Kalifornien: Mit dem xMac mini Server von Sonnet werden ein Mac mini, eine Decklink-Quad-Videokarte von Blackmagic Design und Softrons OnTheAir Suite als kleines 19-Zoll-Powerpaket kombiniert.
Die Lüfter der Profi-Workstations der NPIXO-Artists pusten wacker vor sich hin, das schicke Großraumbüro im Industriegebiet von Dreieich ist abgedunkelt. Nur wenige Lichtstrahlen dürfen sich hier ins Reich der Design-Künstler stehlen und mit dem kalibrierten Profimonitorglimmern mischen. Nichts soll die hoch aufgelösten Ergebnisse verfälschen, die fotorealistisch von den kalibrierten TFTs strahlen. Gut ein Dutzend Artists feilen emsig an Renderings, retuschieren penibel und legen Pixel an Zuffenhausener Boliden und andere neue Vehikel tief. Aus dem Medienunternehmen „Die Bilderstürmer“ hat sich der Design-Pool von NPIXO heraus gegründet – mit Kreativität, technischem Know-how am Steuer und mit den neusten Realtime-Tools, um auf die aktuelle Marktsituationen in der Werbung zu reagieren.
The Foundry hat zur diesjährigen NAB natürlich wieder seine Stamm-Clients zusammengetrommelt und rasantes Showreel zusammengekittet. Toller Schnelldurchlauf inklusive Breakdown-Loopings durch die Compositing-Pipelines der angesagtesten Studios und Projekte der vergangenen Monate. Dazu gibt’s pumpende Beats – was will man mehr.
Mit schnittigen Vehicle Designs wie die Evolution der 80er-Light-Cycles in „Tron: Legacy“ ist Hollywood Concept Designer Daniel Simon mit Lichtgeschwindigkeit in die US-Filmindustrie gerauscht. Inzwischen hat er für Filme wie „Captain America“ oder das kommende SciFi-Projekt „Prometheus“ erneut futuristische Visonen erstellt. Der Deutsche hat in Pforzheim Transportation Design studiert und arbeitete in der Vergangenheit als Senior Designer für VW oder Bugatti. In LA betreibt er nun sein eigenes Design Studio und ist vielen sicherlich schon durch seinen beeindruckenden SciFi-CG-Fuhrpark von Cosmic Motors bekannt. Doch nicht nur in der Zukunft legt er sich in die Kurve. Die Motorsport-Teams von Lotus holten seine Künste kürzlich für das Racing-Car Lola LMP2 auf die Erde. Den Boliden versah er mit abgehobenen Designs. Inzwischen fährt Artist Daniel Simon eindeutig schon dicht im Windschatten von Design-Legende Syd Mead. Seine Kreativität lenken Tools wie Autodesk Alias oder Bunkspeed Shot in digitale Bahnen.
Seit 20 Jahren ist Flame nun „Feuer und Flamme“ für die professionelle Post-Industrie. Zum runden Geburtstag zu Version 2013 kamen nach der ereignisreichen NAB 2012 auch zwei der Grand Seigneurs der Media & Entertainment-Sparte von Autodesk nach München zu Dreamwalks. Stig-Erik Gruman (Vice President, WW M & E Sales) und Didier Chocherel (Director EMEA M&E) gaben einen interessanten Einblick in Autodesks neue Märkte und Zielgruppen, die man gerade mit der aktuellen Smoke on Mac 2013 Version ins Visier nimmt.
Der Lecture Room 2 stand am zweiten Tag der RTT Excite im Zeichen von Augmented Reality. Neben der Münchner Firma metaio, die weltweit bereits aufwendige Augmented-Reality-Projekte verwirklicht, präsentierte Keiichi Matsuda seine interessante Zukunftsvisionen von einer urbanen AR-City-Welt. In seinen Kurzfilmen wie „Domestic Robocop“ oder „Augmented City 3D“ werden die Protagonisten von bleependen, immersiven Ganzkörper-Interfaces umhüllt oder gestalten sich ihre Umwelt auf Knopfdruck mit digitalen Mediascapes kurzerhand um. In einer zunehmend digitalisierten Welt, in der wir ständig nur Daten sammeln, konsumieren und organisieren gar kein so abwegiger Blick in unsere immersive Zukunft. Das Thema bietet Raum für Diskussionen. aniSecond traf Keiich Matsuda (in echt!).
Nächste Woche startet die FMX 2012 und die meisten haben sicherlich schon den iCal voll mit Highlights. Die FMX hat jetzt selbst etwas zum Thema Transmedia beigesteuert.
Wer auf der Fahrt oder im Flieger nach Stuttgart noch etwas relaxen möchte, kann das mit der offiziellen Game App zum FMX-Trailer tun. In „Globosome FREE“ steuert man trickreich ein kleines Bällchen durch eine Fantasiewelt zu soften Ambient-Klängen. Dabei ist Balance gefragt, genauso wie beim Zusammenstellen der FMX-Sessions nächste Woche.
THREEblindmice ist ein Studio auf London, dass sich auf Pre-Viz spezialisiert hat. Seit 1994 visualisieren die kreativen britischen „Mäuse“ jegliche Ideen; etwa für Pitches, Research Stages oder die Produktion. Wer also Concept Works, Storyboards, Animatics, 3D-Arbeiten oder Mood-Films braucht ist dort an der richtigen Adresse. Wie so ein Workflow bis zu einem fertigen Animatic aussieht, haben die Londoner nun selbst in einem smarten „How-it-works“-Film festgehalten.
In der VFX-Industrie ist die Lichtgestalt nicht der Kaiser, nein, es ist definitiv Research Professor Paul Debevec von der renommierten USC. Er ist kein geringerer als einer der Väter von Image Metrics „Digital Emily“. Ein Blick auf seine Homepage zeigt eine Fülle an inspirierenden SIGGRAPH Papers. Eine der wohl bekanntesten Entwicklungen ist das Light Stage System, für das er 2010 mit einem Scientific and Engineering Academy Award ausgezeichnet wurde. Er arbeitet mit seinen Studenten und Forschungsteams am Institute for Creative Technologies hart daran, damit 3D-Artists in Zukunft Schlüsseltechnologien zur Orientierung im Uncanny Valley bekommen und sich das Face Scanning von Schauspielern verbessert. Mit den Researuch-Teams von RTT kooperiert der US-Forscher für den Digitalisierungsprozess von reflektierenden und anderen Materialien. Dafür verwendet man das Linear-Light-Scanning-Verfahren. Dieser Vorgang stellt die Forscher allerdings vor neue Herausforerungen, die er Prof. Paul Debevec im Interview genauer erklärt.
Zugegeben, der olympischer Geist wehte ganz klar durch den neuen Standort für das Branchenevent RTT Excite. Die neue, futuristische „kleine“ Olympiahalle im auch nach 40 Jahren noch monumentalen und architektonisch eindrucksvollen Park der Münchner Sommerspiele 1972, war ein perfekter Austragungsort für das 13. Gipfeltreffen der Visualisierungsspezialisten. RTT hatte als letztjähriger „Titelverteidiger“ Delta Gen 11 im Gepäck und einiges an Rechenpower für die mehr als 60 Demo-Stationen, deren hochgezüchteten Workstations, die Dopingkontrolle wohl eher nicht überstanden hätten.
Wie immer war es ein technologischer, wie auch künstlerischer und visionärer Blick in die Zukunft der Highend- und 3D-Technologien. Das unterstrich auch das abwechslungsreiche Line-Up der Referenten.
Der Fachbereich Animation der französischen Hochschule ECV in Bordeaux hat einige wunderschöne Studentenarbeiten veröffentlicht. Das dortige Animation Department ist wie das in Lille beheimatete Institut des ECVs auf 2D und 3D spezialisiert. Werke wie „P.I.O.K“, „The Pealfather“ oder „Prise de Bec“ stechen dabei eindeutig heraus und widmen sich alle geflügelten Freunden. Man merkt, dass die Studenten flügge geworden sind und jetzt auf sicheren CG-Schwingen in die Industrie segeln können.
Platige Image hat einen Breakdown der anderen Art für das „The Witcher 2“-Intro erstellt, um die Komplexität der Produktion darzustellen. Auf einer Visual-Breakdown-Webseite kann man den Visualisierungsaufwand hinter dem aufwendigen Game-Cinematic interaktiv erfahren. Hunderte von Tasks liefen ab und über 50 Mitarbeiter arbeiteten an dem Spot in verschiedenen Production Stages. Die futuristische Chart-Darstellung verzweigt sich in Aufgabengebiete wie Animation und zeigt Vorgänge wie die Character-Erstellung mit dem GB-genauen Datenaufkommen auf. Das eindrucksvolle, schematische Layout kann man also infotechnisch durchbrowsen.
„Back to the Roots“ – das heißt es auch für (Sir) Ridley Scott, der beim ersten „Alien“-Teil noch ganz am Anfang seiner Karriere stand und schon einen Meilenstein schuf, der das komplette SciFi-Genre prägte und umkrempelte. Die VFX-Schmiede MPC hat der Veteran für „Prometheus“ fals Leadhouse auf die Brücke gebeten (und die haben es hoffentlich überlebt). Wie gewohnt haben die Briten sicherlich herausragende Effektarbeit geleistet. Twentieth Century Fox bietet im aktuellen, (etwas) längeren Trailer ein paar neue Einblicke in den SciFi-Epos. „Der Grund warum ich so viele Jahre schon keinen SciFi-Film mehr gemacht habe liegt auch daran, dass mir nichts über den Weg lief, das genügend Wahrheit, Originalität und Überzeugungskraft beinhaltet: ‘Prometheus‘ hat alles drei“, sagt der Kultregisseur.
Luxology hat das Feature-Set in modo 601 kräftig ausgebaut und mit jeder Version wird das Tool noch flexibler. Für alle, die es nicht zur FMX nach Stuttgart schaffen, sich aber gerne all die neuen Tools und Workflows mit modo 601 anschauen möchten, gibt es in Düsseldorf bei 3D Powerstore eine Zugabe der Luxology-Profis. Am 15.05.2012 wird Andy Brown dort all die neuen Features und auch Plug-ins zur flexiblen 3D-Software vorstellen. Networking, QA und auch kühle Getränk sind dabei natürlich auch inklusive…
Celluloid hat neben Set-Aufgaben (Set Supervision, VFX Consulting, LIDAR Scanning) eine Menge an CG-Shots für „Underworld Awakening“ beigesteuert. Neben den vielen blutigen Angelegenheiten sind auch Rauch-Compositings oder auch eine großartige POV-Effekt-Szene dabei, in der die Profis Eiskristalle, Tropfen und Dampf erzeugten, während man die gute Kate langsam aus dem Kälteschlaf erweckt. Dadurch, dass die Crew schon mit an den Filmsets arbeitete wurde Celluloid mit einigen der eindrucksvollsten Szenen betraut. Weiterhin wurden dann nämlich auch Set-Extension mit sehr futuristischen Skylines gefordert. Bis auf eine 2D-Sequenz wurde alles für den Film komplett in Stereo gerendert und gecompt.
Aus edlen Jura-Kaffeemaschinen tropft es meist verführerisch mit wunderbaren Crema. Auch Tennisprofi Roger Federer kann sich dem sicherlich nicht entziehen. Ist ja auch besser als die faden Nespresso-Pads (sorry, George C.). Gravity hat ein Making of ihres frisch gebrühten Jura-Commercial veröffentlicht. Alle realen Backgrounds wurden durch CGI-Environments ersetzt, der Spot wurde kaffeebraun eingefärbt und nicht weniger als 60.000 Kaffee-Gläser wurden dafür digital generiert.
Nach dem Stereo-3D-Hype legt nun auch die Soundfraktion in Sachen Raumklang und Realismus nach. Dolbys Atmos soll zum immersiven Storytelling im Kino beitragen. Dafür haben die Ingenieure aus den Dolby Labs die traditionelle Surround-Technik erweitert. Nach 7.1 möchte man das Audio-Surround-Format Atmos etablieren, dass das Erlebnis im Kino durch mehr diskrete Channels und Top-Speaker noch präziser und lebensechter macht. Das neue Format birgt kreative wie technische Vorteile in Sachen Surround-Mixing für die Audio-Postproduction. Die Dolby Laboratories haben zwei interessante Videos zu den Facts der neuen Technik veröffentlicht.
Dell hat die Desktop-Workstations der Precision-Reihe überarbeitet: Die neuen Tower-Modelle bieten Profis mehr Leistung und technische Innovationen. Praktisch dabei: es gibt auch die Möglichkeit Hardware-Komponenten mit wenigen Handgriffen auszutauschen. Die Precision-Workstations stehen nun in den verschiedenen Varianten T7600, T5600, T3600 und T1650 zur Verfügung. Sie eignen sich für jegliche Anwendungen in der rechenintensive Tasks gefragt sind.
Burcu Sankur hat diesen wunderschönen CG-Animationsfilm in seinem zweiten Jahr am Supinfocom Institut erstellt. Hauptsächlich hat er dafür 3ds Max, Nuke, After Effects und Photoshop für den künstlerisch wundervoll umgesetzten Kurzfilm eingesetzt.
Der letzte Brandmovie für Audi liegt schon ein paar Jahre zurück. Auch das Posthaus Liga_01 hat bei der neuen Umsetzung des Imagefilms für die Ingolstädter Automobilfirma mitgewirkt. Was dabei herausgekommen ist kann sich sehen lassen und krallt sich wie ein Quattro-Antrieb in den Sehnerv. Schlüsseltechnologien wie Audi etron, Audi ultra und Audi connect wurden elegant in einem Bilderrausch eingeflochten. Agentur war kempertrautmann, die Produktion kam u.a. von Markenfilm. Regie führte Chris Hewitt. Weiterhin legten sich ebenso die Londoner Experten von The Mill bei einigen Shots mit in die VFX-Kurve. Technik und Emotion gehen in dem Spot ganz klar eine großartige Melange ein. Dafür sorgt auch das Sound-Design, das bei der deutschen Variante übrigens von nhb stammt.
Die RenderMan Roadshow gastiert bei Weltenbauer in Berlin. Dort hat man ein spannendes Programm zusammengestellt. Neben Dylan Sission von Pixar, der anhand von Beispielen von „Toy Story“ bis „La Luna“ die neusten Technologie-Kniffe rund um RenderMan zeigt, hat man weitere Gäste geladen. „Siggraph 2011 – Best Student Project Award“-Preisträger Tomer Eshed von der HFF „Konrad Wolf“ wird über seinen CG-Film „Flamingo Pride“ referieren. Nach der Pause geht es über zu Milen Vitanov von Talking Animals. Zentrum des Vortags ist das Shading-System zu „Rising Hope“. Weiterhin hat auch die exozet effects GmbH einen Slot. Die Potsdamer VFX-Firma wird über Details zur aufwendigen Tier-Animation zum Fernsehfilm „Tierisch verknallt“ sprechen.
Für Regisseur Nikolaj Arcels „A Royal Affair“ hat das dänische Posthaus Ghost 103 VFX-Shots angefertigt. Für Szenen, die in Kopenhagen spielen, trat man im Compositing eine Zeitreise ins Jahr 1760 an. Durch die vielen geschickten Set-Extensions unterstützen die Artists des skandinavischen Studios perfekt das Feeling des Jahrhunderts, in dem der Film spielt.